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Danke Rosa von Praunheim – Die Schwule Welle erinnert an den großen Künstler und Aktivisten

Am 17. Dezember 2025 verstarb der Film- und Theaterregisseur, Produzent, Autor, Professor für Regie und natürlich Aktivist unds Vorkämpfer der LGBTIQ-Bewegung in Deutschland ROSA VON PRAUNHEIM. So umstritten oft seine Methoden (Outing von Alfred Biolek und Hape Kerkeling 1991 in der TV-Sendung „Explosiv – Der heiße Stuhl“) waren, so unumstritten sind aber auch seine Verdienste. Sein Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ (1971) gilt heute als Auslöser der Lesben- und Schwulenbewegung in der BRD.
In über 150 Filmen porträtierte er vor allem schwules Leben, stellte ältere Frauen und gesellschaftskritische Themen, aber auch das Leben in bestimmten Vierteln und Lebenswelten vor.
Aktiv war er auch als Theaterregisseur, war aber auch in anderen Kunstrichtungen aktiv.

Die Schwule Welle hatte mehrfach die Ehre, mit Rosa von Praunheim zu sprechen, zuletzt sprach Hartmut im Rahmen der 41. Schwulen Filmwoche Freiburg im Mai (zusammen mit Richard von der Filmwoche) mit dem Ausnahmekünstler. Thema war sein (nun) letzter Film „Die satanische Sau“, es ging aber auch in dem Interview auch um Rosas Sicht auf die aktuelle Welt und um den Tod.

In einer Sondersendung erinnerten wir an Rosa von Praunheim, hörten in Interviews mit Rosa ein, aber auch in die von Weggefährten wie z.B. Axel Ranisch oder Heiner Bomhard. Und auch die Redakteure und die Schwule Filmwoche Freiburg erinnerte sich an ihn.

Hier könnt Ihr die Sendung (aus urheberrechtlichen Gründen ohne die Musik) nachhören. Ein wunderschönes Zeitzeugnis von einem Ausnahmekünstler.

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Besuch im Theater des Westens: Interviews mit Steffi Irmen, Nathan Johns, Celina Dos Santos und Joel Zupan

Im November 2025 besuchte Hartmut von der Schwulen Welle das Theater des Westens, in dem zu der Zeit u.a. die Musicals „Romeo und Julia – Liebe ist alles“ und „Die Amme“ von Peter Plate und Ulf Leo Sommer gespielt wurden. Dabei führte er Gespräche mit STEFFI IRMEN („Romeo und Julia“ und „Die Amme“), NATHAN JOHNS („Romeo und Julia“), CELINA DOS SANTOS und JOEL ZUPAN („Romeo und Julia“) führte. Ein wenig blickten sie auch auf das neue Musical voraus: „Wir sind am leben“, in dem einige von ihnen auch mit von der Partie sind.

Die Interviews könnt Ihr nun als Podcasts nachhören.

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Interview mit dem Schauspieler Pierre Sanoussi-Bliss

Pierre Sanoussi-Bliss erzählt von sich selbst, dass er – in den Augen mancher Leute – vier Minderheiten angehört: Er wurde unehelich geboren, ist schwarz, schwul und seit der Wende wird er auch „Ossi“ genannt. Er war und ist überaus erfolgreich: auf der Bühne sah man ihn u.a. am Staatsschauspiel Dresden, bei den Salzburger Festspielen (unter Peter Stein), am Deutschen Theater Berlin oder an den Hamburger Kammerspielen.
Im Kino konnte man ihn u.a. in einer Nebenrolle in dem Film „Coming Out“ sehen, später in Hauptrollen u.a. in „Keiner liebt mich“ (von Doris Dörrie) oder das „Superweib“, außerdem u.a. rund 18 Jahre als „Alex Richter“ in der ZDF-Krimiserie „Der Alte“.
Daneben drehte er auch selbst zwei Spielfilm.
Einem ganz anderen Publikum wurde er als Teilnehmer des Dschungelcamps 2025 bekannt, wo der der Vize-Dschungelkönig wurde. Außerdem sah man ihn zuletzt als Gast in den RTL-Serien „GZSZ“ und „Unter uns“.
Und er steht auch fast ständig auf diversen Bühnen, spricht Hörbücher und nun brachte er auch seine Biografie „Den Rest hab ich verdrängt: Unordentliche Erinnerungen“.
Hartmut traf den Schauspieler, Autoren und Regisseur in Berlin und plauderte mit ihm über dessen Leben, seine Zeit in der DDR wie auch in Deutschland nach der Wende. Es geht auch um das schwule Leben in der DDR, Rassismus und sein Ende beim „Alten“, aber natürlich auch um den „Dschungel“ und ganz viel mehr …

Hier könnt Ihr das sehr informative und spannende Interview nachhören.

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Interview mit dem Bariton Jakob Kunath, der am Theater Freiburg zu erleben ist

Anläßlich der Eröffnungspremiere der neuen Intendanz von Felix Rothenhäusler sprach Hartmut mit dem Sänger und Schauspieler Jakob Kunath, der bereits in der Ära Carp sehr oft und beeindruckend am Theater Freiburg zu erleben war.
In vielen Opern, aber auch in Musicals und im Schauspiel sah man Jakob Kunath und auch in „La Cage Aux Folles“ lieferte er ein weiteres Mal eine eindrucksvolle Performance ab.

Das spannende Interview könnt Ihr nun nachhören.

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Interview mit Franz-Erdmann Meyer-Herder, Chefdramaturg des Theater Freiburg

Seit 2025 gibt es mit Felix Rothenhäusler einen neuen Intendanten am Theater Freiburg. Ihm zur Seite steht sein Chefdramaturg Franz-Erdmann Meyer-Herder, der auch zuweilen als Dragqueen Flametta M. Sauvage zu erleben ist.
Hartmut traf ihn im Stadttheater Freiburg und sprach mit ihm über u.a. die neue Ära, das Musical „La Cage Aux Folles“ und natürlich „Lametta M. Sauvage“.
Das sehr spannende und informative Gespräch könnt Ihr nun nachhören.

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Podcast: Interview mit Martin Respondeck vom CSD Burgenlandkreis (Sachsen-Anhalt), der 2025 in Naumburg stattfand

Nachdem die Schwule Welle schon vor der Veranstaltung mit Martin Respondeck vom CSD Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt gesprochen hatte, wollten wir auch nach dem Aktionstag hören, wie es denn 2025 lief. Es war der 3. CSD im Burgenlandkreis und da er von den Örtlichkeiten wechselt, war es der erste in Naumburg. Ein paar Wochen vorher sprachen wir bereits mit Eric Stehr, der bei den ersten beiden CSDs auch maßgeblich dabei war.

Das Nachgespräch, das Hartmut führt, könnt Ihr nun nachhören.

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Podcast: Interview mit Manuel Kreitmeier und Florian Wetter vom Theater der Immoralisten Freiburg über das Stück „Der große Gatsby“

Im Sommer 2025 spielte das Freiburger Theater der Immoralisten mal wieder VOR dem Haus, nämlich OPEN AIR. Es gab das Stück „Der große Gatsby“ nach dem Roman des US-amerikanischen Autors F. Scott Fitzgerald. Wir besuchten das Stück und sprachen mit den beiden Theater-Direktoren Manuel Kreitmeier und Florian Wetter über das Stück und warum es ihnen so wichtig ist.
Außerdem berichten wir von unserem Eindruck von der Inszenierung.

Hier könnt Ihr den Bericht und das Interview hören, das Hartmut für die Schwule Welle führte.

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Podcast: Interview mit Christof vom CSD Suhl 2025

Am 30. August 2025, fand der erste CSD in Suhl statt. Suhl ist eine kreisfreie Mittelstadt im fränkisch geprägten Süden des Freistaates Thüringen. Rund 35.000 Einwohner leben in der Stadt. Im Stadtrat gibt es 36 Sitze, davon fallen 13 Sitze an die CSD, 9 an die AfD, die Freien Wähler haben 4 ebenso wie die Linke. Zwei haben jeweils die SPD und die “Bürger für Suhl”, jeweils einen haben die Grünen und die FDP.
Der Oberbürgermeister heißt André Knapp und ist von der CSD.

Wir sprachen im Vorfeld mit Christof vom Orga-Team. Er ist auch Mitbegründer des Queeren Forums und ein gebürtiger Suhler.
Hier hört Ihr das Gespräch vom 28.8.2025.

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Podcast: CSD Emmendingen 2025

Am Samstag, den 27. September 2025 fand in Emmendingen zum ersten Mal ein Christopher Street Day statt. Im Vorfeld sprachen wir mit Maren vom Orga-Team über die Pläne und wie die Idee aufkam, auch in Emmendingen einen CSD stattfinden zu lassen.
Hier hört Ihr das Gespräch von Hartmut mit Maren vom CSD Emmendingen.


(Sendung vom 28.8.2025)

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Podcast: Interview mit Dominik Ochs über den CSD in Balingen

2024 gab es in Albstadt-Ebingen die erste Auflage, die viel Aufmerksamkeit genoss, leider auch deswegen, weil rechte Organisationen zu einer Gegendemo aufriefen, die wiederum eine weitere Gegendemo der Antifa ins Leben rief. Die Bilder gingen damals auch medial sehr weit.
Dennoch war der CSD in Albstadt-Ebingen ein Erfolg und in diesem Jahr nun findet er in Balingen statt. Organisiert wird der CSD u.a. von den “Jusos Zollernalb” und dem Verein “Immerwaslos”.
Am 6. September nun ist der Aktionstag, der dieses Mal noch größer als im vergangenen Jahr werden soll. Aber bereits vorab gab es besorgniserregende Meldungen aus Balingen. So gab es eine heftige Diskussion im Gemeinderat, ob die Regenbogenflagge am Rathaus wehen sollte. SPD und Grüne warben vehement dafür, aber der CDU-Oberbürgermeister Dirk Abel wie auch Mehrheit der Stadtverwaltung entschieden sich dagegen.
Hinzu kam eine mysteriöse Online-Petition, die die Absage des CSD forderte, ins Leben gerufen von einem nebulösen “Max Mustermann”. Auch die Finanzierung sorgte für Kopfzerbrechen, viele potentielle Sponsoren sagten ab – z.T. mit verstörenden Kommentaren.
Hartmut von der Schwulen Welle sprach im Vorfeld mit Dominik Ochs. Dominik Ochs ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD in Balingen.
Hier könnt Ihr das Gespräch vom 28.8.25 hören.

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Steffen

Im Juni 2025 freuten wir uns auf einen jungen Künstler: Er heißt STEFFEN und wir sprachen mit ihm am Vorabend seiner zweites Single-Auskopplung seines Albums „Keep Your Light In Everything“. Wenn man die Anfangsbuchstaben des Albumtitels nimmt, kommt dabei der Name K.Y.L.I.E. heraus. Und das passt, denn das Album ist ein Trubutalbum für die großartige Kylie Minogue.
Die zweite Single-Auskoppelung aus dem Album heißt “Tension”.

Unser Interview mit STEFFEN könnt Ihr jetzt nachhören.


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Interview mit Maurice Gajda

Anläßlich unseres CSD-Pirna-Spezials am 3. Juli 2025 freuten wir uns auf einen Moderationskollegen, der bereits schon für viele Sender wie Radio Fritz, Rundfunk Berlin-Brandenburg, Pro7 und lange auch bei RTL gearbeitet hat – vor der Kamera und auch mit programmbegleitenden Podcast z.B. zum Dschungelcamp.
Vor der Kamera sah man ihn auch im RTL Morgenmagazin oder Explosiv – Das Magazin.
Mit seinem Ehemann Michael sitzt er zudem jeden Montag auf seinem gemütlichen Dachboden und nimmt den Podcast “Dachboden Revue” auf. Dort plaudern sie über diverse queere Themen und ihren Alltag. Der Untertitel der “Dachboden Revue” lautet auch “Reality of Life”.
Natürlich meinen wir Maurice Gajda, und nun könnt Ihr sein Gespräch mit der Schwulen Welle nachhören.

Hier geht’s zum Podcast.

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Interview mit Brigitte Skrothum

Im Rahmen des CSDs in Pirna 2025 sprachen wir mit BRIGITTE SKROTHUM. Sie ist eine Travestiekünstlerin, die aus Lübeck stammt und heute vor allem von Berlin aus agiert. Und seit vielen Jahren kennt man sie auch in Pirna sehr gut, weil sie den CSD dort schon lange moderiert. Brigitte Skrothum ist unglaublich vielseitig. Ausgebildet ist sie an namhaften Schauspielschulen und auch im Musical, sie war bei Energy Berlin mit dem Podcast “Hangover Berlin” zu hören, moderiert und spielt auch regelmäßig Theater. Ganz neugierig gemacht haben uns zwei Produktionen, die sie vor nicht allzu langer Zeit gab. Eine heißt “Whatever Happened To Baby Bibi?” und das Dragmusical “Magnus Hirschfeld Superstar”.
Auch darüber sprachen wir mit ihr im Juli 2025, aber natürlich auch über ihr langjähriges Engagement für den CSD Pirna.

Hier findet Ihr das Interview. Viel Spaß beim Hören.

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Interview mit Thomas Hermanns

Im Juli 2025 freuten wir uns, mit einem der ganz Großen des deutschsprachigen Entertainments sprechen zu dürfen. Er hat in seiner Karriere schon so viele unterschiedliche Projekte verfolgt. Sein Quatsch Comedy Club, den er 1992 in Hamburg eröffnete und der später in das Souterrain des Berliner Friedrichstadtpalastes umzog, hat neue Maßstäbe im deutschsprachigen Stand Up gesetzt. Und viele Comedians, deren Namen wir heute immer wieder hören, sind erst dadurch richtig groß geworden.
Natürlich reden wir über den großartigen Thomas Hermanns, der aber nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera arbeitet, Shows u.a. Michael Mittermeier oder Kaya Yanar inszenierte – um nur zwei Namen von vielen zu nennen.
Er schrieb für Dirk Bach die Fernsehserie “Lukas”, angelehnt an Hape Kerkelings legendären Film “Kein Pardon” das ebenso berühmte Musical, schrieb weitere Erfolgsshows und trat auch schon als Edna Turnblade in dem Musical “Hairspray” auf. Ich könnte noch sehr viel mehr aufzählen und dennoch würde noch viel fehlen …
Derzeit engagiert sich Thomas Hermanns zusammen mit der Publizistin Carolin Emcke, der Moderatorin Bettina Böttinger und dem Schauspieler Georg Uecker, den wir auch schon in unserer Sendung begrüßen durften, für die Initiative “Europe is watching”. In diesem Zusammenhang war er im Sommer 2025 auch bei der Budapest Pride, die ja eigentlich von Ungarns autoritärer Regierung unter dem Ministerpräsidenten Viktor Orbán verboten wurde, aber dann aufgrund eines Tricks des grünen Budapester Bürgermeisters
doch stattfinden konnte.
Und er unterstützte auch den CSD 2025 in Pirna. Über all‘ das und noch viel mehr sprachen wir in einem Interview, dass er jetzt nachhören könnt. Viel Spaß!

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Interview mit Wanda Kay

Im Juli 2025 sprachen wir mit einer stimmgewaltigen und sympathischen Künstlerin, die bereits seit ihrem 8. Lebensjahr auf der Bühne stand, später war sie mit zwei Freundinnen Teil der Girlgroup „Die Popcorn Girls“. Es folgten weitere Projekte, so tourte sie mit der Partyband THREE-2-GETHER über Mallorca und stürmte mit dem Swing-Ensemble DREIMALIG gleich mehrfach an die Spitze die Hörercharts von WDR 4.
Später besann sie sich darauf, als Solokünstlerin auf die Bühne zu gehen, wodurch sie ihr Temperament und ihre ungeheure Stimme viel mehr ausleben kann. Wo sie auftritt, versprüht sie gute Stimmung und sie hat viele begeisterte Fans.
Die Fans hat sie nicht nur auf vielen deutschsprachigen Bühnen, sondern sie reist gerne auf den Weltmeeren und tritt dort auf. In Kürze sticht sie auch wieder auf hohe See.
Vorher aber kann man sie auch am 14. Juli bei der PINK MONDAY Rheinkirmes Düsseldorf erleben und – da sind wir auch schon bei unserem heutigen Thema – am 12. Juli beim CSD in Pirna.
Wir sprechen natürlich von der großartigen Wanda Kay und das Interview mit ihr könnt Ihr nun nachhören.


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CSD Ronnenberg

Ronnenberg liegt in Niedersachsen, hat knapp 25.000 Einwohner*innen und einen SPD-Oberbürgermeister. Von 34 Sitzen im Stadtrat gehören gerade mal zwei der AfD, 14 gehören der SPD, 10 der CDU, sechs den Grünen und zwei der FDP.
Und am Samstag, den 12. Juli, zwischen 12 und 16 Uhr fand in Ronnenberg zum ersten Mal ein CSD statt. Alles soweit gut und ein offenes sowie liebevolles Miteinander scheint gegeben. Wenn es da nicht die AfD gäbe, der der CSD ein Dorn im Auge zu sein scheint. Und wie könnte man nicht besser dagegen vorgehen, als den Ort des CSDs zu skandalisieren: Der Schulhof der Grundschule Ronnenberg sei dafür nicht geeignet.
Kurzerhand versuchte AfD-Fraktionschef Marko Nickel den CSD via Eilantrag zu verbieten. In seiner Begründung heißt es:  „Eine Grundschule ist kein Ort für politische oder weltanschauliche Botschaften – erst recht nicht in einem hochsensiblen Bereich wie geschlechtlicher oder sexueller Identität“. Und er spricht weiter von „einem Verstoß gegen die staatliche und schulische Neutralität“ und einem „Eingriff in das Erziehungsrecht der Eltern“.
Um es kurz zu machen: Der Eilantrag wurde mit großer Mehrheit abgelegt, und nun findet der CSD doch auf dem Schulgelände statt.

Wie war nun die Lage in Ronnenberg kurz vor dem CSD? Das fragten wir nach. Hier findet Ihr das interessante Interview.

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Interview mit Eric Stehr

Im Juli 2025 warfen wir den Blick nach Weißenfels, der mit knapp 40.000 Einwohner*innen bevölkerungsreichsten Stadt im Burgenlandkreis. Hier lebt Eric Stehr. Er ist 24 Jahre jung und politisch sehr engagiert. Derzeit ist er Stellvertretender Landesvorsitzender der LINKEN in Sachsen-Anhalt und einer von zwei linken Stadträte in Weißenfels. 2022 hat er in Weißenfels die „Stadt.Raum-Initiative“ mitgegründet. Diese beinhaltet die “Küche für alle”, in der es alle zwei Wochen eine Mahlzeit kostenfrei oder auf Spendenbasis gibt. Neben anderen Projekten organisierte er zudem 2023 den ersten Christopher-Street-Day in Weißenfels und damit im Burgenlandkreis, der zum einen ein großer Erfolg wurde, aber gleichzeitig auch deshalb viel in den Medien stand, weil er von rechten Menschen bedroht wurde.
Ein Jahr später war er erneut federführend an einem weiteren CSD im Burgenlandkreis beteiligt, dieses Mal in Zeitz.
Derzeit ist Eric Stehr auch in der TV-Doku “Queer in der Provinz” zu sehen, die jederzeit in der ARD-Mediathek abrufbar ist.
Außerdem bekam Eric den EHRENPREIS VOM LAND Sachsen-Anhalt für das „beeindruckende Beispiel, wie Gemeinsinn funktionieren kann“.

Im Juli 2025 hatten wir die Ehre, mit Eric Stehr in unserem MAGAZIN zu plaudern und es wurde ein sehr interessanten Gespräch.
Hier könnt Ihr es nun nachhören.

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Interview mit dem Orga-Team des CSD Pirna 2025

Am 3. Juli 2025 widmeten wir eine ganze Sendung dem CSD Pirna, mit dem wir ja schon lange in Verbindung stehen. Mehrfach haben wir mit den Organisatoren Christian Hesse oder auch Thomas „Kalle“ Kalina geredet. So kurz vor dem CSD 2025 wollten wir nachfragen, wie der aktuelle Stand vor Ort ist.

Hier hört Ihr das interessante Interview.

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Interview mit MKSM

Am 20. Juli 2025 freuten wir uns auf einen lieben Freund der Schwulen Welle, der schon öfter bei uns zu Gast war-
Im Juni 2025 traf ihn Hartmut auf dem CSD SaarLorLux und es wurde die Idee geboren, mal wieder bei uns in der Sendung zu plaudern.
Es ist MKSM – oder ausgesprochen “Maksim”
Er ist dieses Jahr auf seiner größten Pride-Tour, war bereits unter in Basel, Regensburg, Saarbrücken, Oldenburg, Pinneberg und wird auch zum ersten Mal auf dem Berliner CSD auftreten.
1988 wurde er ist Russland geboren, zog mit seinen Eltern mit zwei Jahren in die Ukraine, später dann nach Deutschland, wo er seitdem – sieht man von etwas zwei Jahren in England ab – auch lebt.
Musik hat er klassisch studiert in Frankfurt am Main, hatte ursprünglich die Tendenz in Richtung Orchester, aber schlug dann doch die Solo-Karriere ein – und das überaus erfolgreich.
Letztes Jahr war er auch auf der Cologne Pride, dieses Jahr – wie gesagt – auf dem CSD SaarLorLux.

Hier hört ihr das sehr persönliche Gespräch mit MKSM, das wirklich sehr hörenswert ist.


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Vor-Ort-Report: LGBT-Grabstätten auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin

Eine Reportage über einen besonderen queeren Ort inmitten Berlins.

Martin Reichert (li.)

In der kommenden Woche (am 20.11.25) dreht sich in unserer Sendung alles um das Thema „40 Jahre AIDS-Hilfe Freiburg-Offenburg e.V.“ und wir werden Gäste dazu im Studio empfangen. Diese Woche wiederholen wir aus diesem Anlass ein Feature zum Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin.

Betritt man den Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin unweit des Schöneberger „Bermudadreiecks“ und Kreuzberg, beides Hochburgen (auch) der LGBT-Szene, so spürt man eine ganz eigenartig Stimmung. Zwischen den letzten Ruhestätten der Gebrüder Grimm, dem Mediziner Rudolf Virchow, dem Philosophen Wilhelm Scherer und anderer bekannten Persönlichkeiten entdeckt man auch sehr ungewöhnlich – ja: zuweilen skurrile Grabstätten. Dem Berliner Ex-Boxweltmeister Graciano Rocchigiani beispielsweise wurde ein Grab in Form eines Boxringes errichtet. Einige Bereiche sind auch den sog. „Sternenkindern“ gewidmet, eine Ruhe- und Gedenkstätte für Tot- und Fehlgeburten, aber auch für Neugeborene, die schon nach sehr kurzer Zeit verstorben sind. Hier erinnern sehr gute Grabstätten mit Kinderspielzeug, bunten Blumen und Schleifchen an die dort Liegenden.
Geht man aber weiter über den Kirchhof, so entdeckt man an einigten Gräbern Inschriften wie „Starb an AIDS“ oder dem Stein ist ein „Rosa Winkel“ hinzugefügt. Mehrere Grabstätten gehören dem Verein „Denk mal PositHIV“, in der Menschen liegen, die an oder mit HIV starben, ohne Familie sind oder deren Familien sich von ihnen abgewandt haben.
Manche queere Freundeskreise wiederum haben die Patenschaft für historische Gräber übernommen, um zum einen diese zu erhalten und später selbst dort ihre letzte Ruhestätte zu finden. So bleiben Gruppen auch nach ihrem Tode dort vereint.
Rio Reiser liegt heute auf dem Kirchhof, ebenso viele LGBT-Aktivist/innen, viele sind in den 80ern und 90ern an oder mit HIV gestorben. Ihre noch lebenden Wegbegleiter sehen den Friedhof als einen Ort an, ihren viel zu früh verstorbenen Freunden nahe zu sein.

Der Verein Efeu e.V. („Erhalten, Fördern, Entwickeln, Unterstützen“) kümmert sich heute um den historischen und gleichzeitig hochaktuellen Kirchhof. Sie vergeben Grabpatenschaften, recherchieren die Geschichte(n) vieler dort Liegenden und kümmern sich um die Pflege und den Erhalt dieses einzigartigen Ortes.

Wir stießen zum ersten Mal über Martin Reicherts Buch „Aids in der Bundesrepublik“ auf den St.-Matthäus-Kirchhof, trafen nun – nach einer spannenden und ausführlichen Sendung im Februar 2021 zu diesem Thema – den Journalisten (taz) und Buchautoren.
Und wir trafen auf dem Kirchhof Wolfgang Schindler und Ludger Wekenborg alias BeV StroganoV. BeV StroganoV ist – so beschreibt ihn Wikipedia -: „eine Tunte, Modedesigner(in), Entertainer(in), TV-Moderator(in), Schwulen-Aktivistin, Darsteller und Ausstatter mehrerer Kinofilme und bei Theaterproduktionen.“ BeV StroganoV organisierte Benefize für AIDS-Selbsthilfegruppen, ein Hospiz und war 10mal Co-Produzent des alljährlichen queren Teddy Awards bei der Berlinale.
Beide engagieren sich seit langer Zeit für den Verein und damit den Kirchhof, kennen Viele der dort Bestatteten noch persönlich, wissen von deren Geschichte(n), recherchierten die Historie dieses besonderen Ortes und haben uns daher sehr viel zu erzählen!

Und sie öffneten uns sogar das eine oder andere Mausoleum und eine alte Gruft.

In unserem VOR-ORT-REPORT unternehmen wir eine (Zeit)Reise, sprechen über bekannte und unbekannte Persönlichkeiten der Berliner LGBT-Szene. U.a. Rio Reiser, Reinhard von der Marwitz (Café „Anderes Ufer“, in dem einst auch David Bowie oft verweilte), die „Polit- und Kabarett-Tunte“ Ovo Maltine, dem Fotografen Jürgen Baldiga und vielen anderen.
An einige der viel zu früh Verstorbenen möchten wir in der Sendung erinnern.

Die Sendung widmen wir ganz besonders Martin Reichert, der in der Sendung auch zu Wort kommt. Er hat (nicht nur) mit seinem Buch „DIE KAPSEL: AIDS IN DER BUNDESREPUBLIK“ zu diesem Thema ein Standwerk herausgebracht, das uns auch zu diesem Feature inspirierte. Er starb leider am 26. Mai 2023.

Mit: Hartmut, Alex und Dieter
Danke an Marc für die Unterstützung!