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Historische Lesestunde II: „Der urnische Mensch“

Ein früher Versuch der wissenschaftlichen Erfassung des Themas „Homosexualität“ von 1903.

Magnus Hirschfeld (Bild: Public Domain).

Wie war das eigentlich früher mit der Homosexualität? Diese Frage haben wir bereits in mehreren Gay-History-Ausgaben beackert und sind dabei auch immer wieder auf interessante Quellentexte aus der Vergangenheit gestoßen, die teilweise unerwartetete und überraschende Ansichten zur Homosexualität enthielten. Heute wollen wir uns einen solchen Text einmal genauer ansehen oder besser: anhören. Wir lesen Auszüge aus dem Buch „Der urnische Mensch“ aus dem Jahr 1903, das versuchte, die damaligen Erkenntnisse über Homosexualität wissenschaftlich präzise zusammenzufassen. Auch wenn uns sein Inhalt nach heutigem Stand der Wissenschaft seltsam erscheint und auch weitgehend überholt ist, war es damals doch ein großer Schritt in den frühen Sexualwissenschaften, dieses Thema überhaupt zu behandeln. Der Autor: kein geringerer als Magnus Hirschfeld, ein früher Pionier auf diesem Gebiet, der damals im „urnischen Menschen“, also dem „Homosexuellen“ ein ganz eigenes, drittes Geschlecht sehen wollte, eine Tendenz die wir schon letztes Jahr bei Karl Heinrich Ulrichs haben sehen können.

Taucht also mit uns ein in eine längst vergangene Zeit und Gedankenwelt, passend umrahmt von klassischer Musik.

Eine Sendung von Andy. Vor den Mikrophonen: Andy & Roland